Teaserbild Ottenhoefen

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Evangelische Kirche

Evangelische Kirche Seitenansicht

Frontansicht evangelische Kirche

Altar der evangelischen Kirche in Ottenhöfen


Schon seit Anfangs des 19. Jhd. kamen Feriengäste nach Ottenhöfen. Unter diesen Besuchern waren sehr viele evangelischen Glaubens, die im Ort eine evangelische Kirche vermissten. Evangelische Gottesdienste fanden damals nur im Schulsaal in Kappelrodeck statt. Der Weg nach Kappelrodeck war weit, die Schulräume der Andacht nicht gerade förderlich. So kam in den 20er Jahren des 20. Jhd. die Erwägung auf, zumindest eine kleine Kapelle in Ottenhöfen zu bauen. Mittlerweile gab es auch in Ottenhöfen und Seebach einige evangelische Einwohner. In Kappelrodeck waren es jedoch doppelt so viele.

Als nun 1933 der Plan konkret wurde, in Ottenhöfen eine Kapelle zu bauen, gab es allerlei Überlegungen, wie man eine Verärgerung der Kappelrodecker Gemeindemitglieder vermeiden könne, die schon ein großes Baugelände erworben hatten. Vor allem der Kurgäste wegen durfte dann auf Rat der evangelischen Landeskirche hin eine Kirche in Ottenhöfen gebaut werden.

Im Mai 1934 einigte man sich darauf, eine Holzkirche im Stil einer norwegischen Stabkirche zu bauen. Noch heute ist sie damit in der Region einzigartig.

Im Frühjahr 1936 erfolgte letztendlich der Baubeginn. Den Auftrag, das Wandbild im Chor zu malen, erhielt der Kunstmaler Conrad Kayser aus Sasbachwalden. Das Bild zeigt den Blick das Achertal hinab. Über allem ist der Heiland zu sehen, wie er Tal und Menschen segnet. Auf Anordnung des landeskirchlichen Bauamtes wurde damals im Chorbogen neben der Lutherrose ein Hakenkreuz als „Symbol der Bewegung" eingemeißelt, obwohl der zuständige Stadtpfarrer standhaft dagegen votiert hatte. Nach dem Krieg wurde das Hakenkreuz überdeckt vom Kronenkreuz der Inneren Mission (Diakonie).

Am 1. Advent, dem 29. November 1936 fand die feierliche Einweihung der Kirche statt. Eine Orgel hatte sie damals noch nicht.

Besondere Beachtung verdienen auch die Fenster der Kirche. Sie sind aus kompakten bunten Glassteinen zusammengefügt und insbesondere die ungleichmäßigen Glassteine in den Fenstern links und rechts im Chor sorgen bei Sonnenschein am Morgen und am Abend für eine andächtige Atmosphäre im Kirchenraum.

Im Sommer steht Ihnen diese Kirche auch zur Besichtigung offen, außerhalb der Saison nach Anmeldung.

Sie erreichen das Ev. Pfarramt unter der Telefonnumer 07842/98896.